

GemeindeLeben Nr. 45 |
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Seit 1982 besteht die Partnerschaft zwischen der St. Nathanaelgemeinde und der Kirchgemeinde Niederbobritzsch im Erzgebirge. In diesem Jahr stand vom 7. bis 9. Mai ein Treffen in Eisenach auf dem Programm, das Michael Höser aus Niederbobritzsach vorbereitet hatte, der seine Kindheit und Jugendzeit in Eisenach verbrachte.
20 Personen aus beiden Partnergemeinden waren zusammen, um auf den Spuren Martin Luthers Eisenach und die Wartburg zu erkunden. Pastor Dr. Vasel hat in einem Grußwort an die Partner geschrieben, dass es ihn froh mache, dass durch die wieder gewonnene Freiheit Christenmenschen aus Ost und West sich an diesen besonderen Orten begegnen können.
Eine Stadtführerin wanderte mit uns durch Eisenach, vorbei an der romanischen Nikolaikirche, die um 1180 erbaut wurde. Hinter ihr liegt das Diakonissenmutterhaus Thüringens, dort wurde am 9. Mai ein Jahresfest gefeiert. Neben der Kirche befindet sich ein Stadttor, durch das Martin Luther ein und aus gegangen ist. In Bronze gegossen steht Luther davor. Obwohl stumm, erhebt er trotzdem hörbar, in braunen, roten und heutigen Zeiten mit der Bibel in der Hand seine Stimme. Im Sockel sind Bilder von ihm festgehalten, wie er vor seiner Gönnerin, einer Frau Cotta, singt und um Brotgeld bittet, die ihn dann in ihr Haus aufnahm.
Der Weg führte auch zur Georgenkirche, in der Johann Sebastian Bach 1685 getauft worden ist. Am Nachmittag machten wir uns zu Fuß auf zur Wartburg. Es ging auf schmalen Wanderpfaden durch einen Wald, der uns mit zartem lichtdurchflutetem Grün bezauberte. Endlich waren wir oben in der Burg, in der Luther aus seinem Versteck heraus das neue Testament aus dem Griechischen ins Deutsche übersetzte und es damit für alle lesbar machte. Von der Zinne des Burgturms schauten wir in die bewaldeten Berge, wo auch der Rennsteig beginnt, auf dem an diesem Wochenende ein Lauf von 52 bzw.72 km stattfand. Einige Läufer aus Ost und West bevölkerten das Hotel, in dem wir untergebracht waren.
Ein weiterer Höhepunkt des Treffens war ein Kantatengottesdienst in der Georgenkirche mit einem Kurrendechor, den es schon früher gab und in dem sowohl Martin Luther als auch Johann Sebastian Bach mit gesungen haben. Pastor Köhler betonte in seiner Predigt, da ja Muttertag war, dass Eltern viel Würdigung verdienten. Nach dem Gottesdienst stand er uns noch zu einem Gespräch zur Verfügung und machte von unserer Gruppe ein Erinnerungsfoto.
Bericht: Christian Kohn
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Gemeindefest 2011 |
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