Neue Szenen im Kirchenfenster

Nur einer dankt

11 Auf dem Weg nach Jerusalem zog Jesus mit seinen Jüngern durch das Grenzgebiet von Samarien und Galiläa. 12 Kurz vor einem Dorf begegneten ihm zehn Aussätzige. Im vorgeschriebenen Abstand blieben sie stehen 13 und riefen: »Jesus, Herr! Hab Erbarmen mit uns!« 14 Er sah sie an und forderte sie auf: »Geht zu den Priestern und zeigt ihnen, dass ihr geheilt seid!« Auf dem Weg dorthin wurden sie gesund[1]. 15 Einer von ihnen lief zu Jesus zurück, als er merkte, dass er geheilt war. Laut lobte er Gott. 16 Er warf sich vor Jesus nieder und dankte ihm. Es war ein Mann aus Samarien. 17 Jesus fragte: »Waren es nicht zehn Männer, die gesund geworden sind? Wo sind denn die anderen neun? 18 Wie kann es sein, dass nur einer zurückkommt, um sich bei Gott zu bedanken, noch dazu ein Fremder?« 19 Zu dem Samariter aber sagte er: »Steh wieder auf! Dein Glaube hat dich geheilt.«

Szenen zur Pfingstgeschichte

Die Geschichte vom verlorenen Sohn

Jesus erzählt eine Geschichte, um uns nahezubringen, wie sehr Gott uns liebt und dass es sich jederzeit lohnt, zu Gott umzukehren (aus Lukas 15, 11-24):

Ein Mann hatte zwei Söhne. Der jüngere sagte: „Vater, gib mir den Teil der Erbschaft, der mir zusteht!“ Da teilte der Vater seinen Besitz unter die beiden auf. Nach ein paar Tagen machte der jüngere Sohn seinen ganzen Anteil zu Geld und zog weit weg in die Fremde. Dort lebte er in Saus und Braus und verjubelte alles.

 

Als er nichts mehr hatte, brach in jenem Land eine Hungernot aus; da ging es ihm schlecht. Beim Schweinehüten war er so hungrig, dass er mit dem Schweinefutter zufrieden gewesen wäre; aber er bekam nichts davon. Endlich ging er in sich und sagte: „… ich komme hier um vor Hunger. Ich will zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich bin vor Gott und vor dir schuldig geworden. Ich bin es nicht mehr wert, dein Sohn zu sein…“.

 

So machte er sich auf den Weg. Aus der Ferne sah ihn sein Vater kommen, und das Mitleid ergriff ihn. Er lief ihm entgegen, fiel ihm um den Hals und überhäufte ihn mit Küssen. „Vater“, sagte der Sohn, „ich bin schuldig geworden…“. Aber der Vater rief seinen Dienern zu: „Schnell, holt das beste Kleid, einen Ring und Schuhe, und schlachtet das Mastkalb. Lasst uns feiern und uns freuen! Denn mein Sohn war tot, jetzt lebt er wieder. Er war verloren; jetzt ist er wiedergefunden.“